Nach Basel, Bern, Genf, St. Gallen, Zürich und Winterthur ist Chur die erste kleinere Stadt, wo die «Stadtklima-Initiative» von UmverkehR lanciert wird. Mit der Initiative fordern 11 Organisationen und Parteien, dass während 10 Jahren jährlich ein Prozent des Strassenraums auf Stadtgebiet in Grün-, Fuss- und Veloflächen umgewandelt wird.

Für eine hitzeverträgliche Stadt

Auch Chur hat diese Initiative nötig, weil die Klimafolgen auch die Stadt treffen. Asphalt und Beton heizen die Städte im Sommer auf. Bis zu 10 Grad wärmer als in der Umgebung kann es in der Stadt werden. Die zunehmende Verdichtung der Stadt und die Klimaerwärmung verschärfen das Problem zusätzlich. Warten wir nicht, bis das letzte Stück Grün in unserer Stadt versiegelt wurde.

Für eine nachhaltige Mobilität

Die Verkehrsinfrastruktur nimmt schweizweit rund ein Drittel der gesamten Siedlungsfläche ein. Der weitaus grösste Teil der Strassenfläche wird für das Auto benötigt und das obwohl unsere Autos 95 Prozent der Zeit nur herumstehen. Dieser Platz fehlt dann allen anderen Nutzungen, wie dem Fuss- und Veloverkehr, den Grünflächen oder Aussensitzplätzen. Die «Stadtklima-Initiative» fordert darum mehr Platz für Velofahrende und Fussgängerinnen, für eine lebenswerte Stadt.