Dass das nicht einfach werden wird, ist man sich bei der Verda bewusst: «Natürlich haben wir nicht dieselben Mittel wie die anderen Parteien. Doch dafür haben wir Lösungen für die Klimakrise und sehr engagiertes und kompetentes Personal. Wir freuen uns auf einen lebendigen Strassenwahlkampf», sagt Wahlkoordinator und Umweltingenieur Nicolas Zogg, der im Wahlkreis Rhäzüns kandidiert. Um die 3%-Hürde für den Einzug ins Parlament zu meistern und mit vereinten Kräften für ein grünes und soziales Graubünden einzustehen, treten die GRÜNEN zusammen mit der SP auf gemeinsamen Listen an. Am Samstag werden die Kandidat:innen auch von der SP Graubünden nominiert.

Besondere Schwerpunkte setzen die GRÜNEN bei den Themen Klimaschutz, erneuerbare Energien, Verkehrspolitik, Naturschutz und Tourismus. Auf allen Gebieten können sie auf die Expertise ihrer Fachleute zählen. Unter den insgesamt 16 Kandidat:innen, die in 11 Wahlkreisen antreten, sind bekannte Persönlichkeiten wie Anita Mazzetta, Bündner WWF-Geschäftsführerin aus Chur, der Arzt Hansjörg Hosch aus dem Oberengadin und Kaspar Schuler aus Malans, Geschäftsleiter der Internationalen Alpenschutzkommission CIPRA.

Selina Arquint, Schülerin aus Trin, ist es wichtig: „Dass die Anliegen junger Menschen ernst genommen werden ­‐ besonders in der Klimapolitik. Für den Erhalt unserer Lebensgrundlage braucht es schnelle und griffige Massnahmen.“

Beat Deplazes ist Kandidat im Lungnez, ehemaliger Grossrat und Präsident der Schweizerischen Vereinigung für Sonnenenergie Graubünden (SSES): «Bestehende Gebäude bieten ein riesiges Potential für die Produktion für Solarstrom. Dieses wird in Graubünden bisher leider überhaupt nicht ausgeschöpft».

Kesang Bischoff, Bäuerin im Bergell, betont: „Mein Herz schlägt für viel mehr Umweltbildung im Schulunterricht und in der Gesellschaft, um diese wieder näher zur Natur zu führen. Dazu gehört auch eine klimaneutrale, standortgerechte und ökologische Landwirtschaft“.

Simon Gredig, Geschäftsführer von Pro Velo Graubünden und Kandidat im Kreis Chur, akzentuiert die Wichtigkeit einer Abkehr von der nachfrageorientierten Verkehrspolitik: „Wir müssen aufhören, mit immer neuen und breiteren Strassen den Individualverkehr zu fördern. Fangen wir an, aktiv auf einen ÖV- und velofreundlichen Kanton hinzuarbeiten.“

Livia Künzi, Leiterin Verkauf und Marketing der Ski- und Snowboardschule Arosa, verbindet zwei Anliegen: „Touristische Arbeitgeber sollen soziale Bedingungen für alle schaffen können, denn alle haben einen fairen Lohn verdient. Zudem setze ich mich für den Erhalt von Natur und Kultur in den Bündner Bergdörfern ein. Der Ursprung soll nicht zerstört werden.“

Im Domleschg kandidiert Armando Lenz, Geschäftsführer von Pro Natura Graubünden. Er betont: «Keinesfalls darf die Klimakrise jetzt auf Kosten der Biodiversität angegangen werden. Wir brauchen diesbezüglich Massnahmen mit Weitsicht, auch hier im Kanton».

Die GRÜNEN Graubünden sind überzeugt, mit ihren Themen und ihrem breiten Fachwissen einen Nerv zu treffen: «Bisher hatten grüne Anliegen im Grossen Rat einen sehr schweren Stand. Sorgen wir dafür, dass diese Themen eine eigene Vertretung erhalten,“ gibt sich Nicolas Zogg entschlossen. Ob der Plan aufgeht, wird sich zeigen. Die breit aufgestellten Bündner GRÜNEN sind bereit für die Herausforderung #GRün2022.

Weitere Auskünfte gibt gerne: Nicolas Zogg, Wahlkoordinator, 077 436 00 44, nic@gruenbuenden.ch

Bildlegende:
Oben, von links: Simon Gredig (Chur), Armando Lenz (Domleschg), Teo Crameri (5 Dörfer), Kaspar Schuler (Maienfeld), Loris Niethammer und Gabriel Reiber (Chur),
Hansjörg Hosch (Oberengadin). Unten v.l.: Alf Bolt (Oberengadin), Anita Mazzetta (Chur), Nicolas Zogg (Rhäzüns), Beat Deplazes (Lumnezia), Agrena Schuler
(Schiers), Selina Arquint (Trin), Claudio Bernhard (Seewis), Maya Crameri (Sekretariat).
Nicht im Bild: Livia Künzi (Schanfigg), Kesang Bischoff (Bregaglia)